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Erforderliches Gebäude für die künftige Integrierte Leitstelle soll angemietet und nicht selbst gebaut werden.
Dienstag, den 30. November 2010 um 08:19 Uhr

AMBERG. Es kam schon einer „Eilentscheidung“ gleich: Der Übergang der Rettungsleitstelle Amberg an den Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Amberg (ZRF) soll nach dem Willen der Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) bereits ab Januar 2011 – statt wie geplant im Januar 2012 – erfolgen.

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Dazu muss der Zweckverband eine Integrierte Leitstelle errichten und betreiben. Das dafür neu zu errichtenden Gebäude auf dem Gelände zwischen Feuerwache und Wohnmobilstellplatz in der Gasfabrikstraße würde mit über 1,7 Millionen Euro zu Buche schlagen. Das Grundstück stellt die Stadt Amberg in Erbpacht zur Verfügung.

Der Versammlung des Zweckverbandes unter Vorsitz von Ambergs Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer stellte sich die Frage, ob der ZRF den Gebäudekomplex selbst baut und sich die nötigen Mittel durch die Umlage bei den Gebietskörperschaften oder auf dem Kapitalmarkt verschafft, oder das Gebäude durch einen Dritten erstellen lässt und die Räume anmietet.

Geschäftsleiter Richard Donhauser stellte die beiden Finanzierungsmodelle gegenüber. Nur der Betreiber der ILS könne Empfänger staatlicher Förderung sein. Um Fördermittel auszuschöpfen stelle sich die Anmietung von Räumen durch den ZRF und der Einrichtungen der ILS durch den Zweckverband als Investor und Betreiber als beste Lösung dar. Bei der Diskussion standen unterschiedliche Meinungen gegenüber. Der Ensdorfer Bürgermeister Markus Dollacker plädierte dafür, die Leitstelle selbst zu bauen und die Finanzierung auf zehn Jahre zu strecken, statt anzumieten. Dem hielt der OB entgegen, dass man die weitere Entwicklung im Rettungsleitwesen nicht abschätzen könne. „Wir haben dann eine Dauerbelastung durch die Liegenschaft.“

Nabburgs Bürgermeister Armin Schärtl wünschte sich eine Kostenermittlung von Bau und Miete. Auch hier hatte der OB eine Antwort parat: „Miete ist sinnvoller, da es nicht zu steuerlicher Abschreibung kommt.“ Auch Schwandorfs Landrat Volker Liedtke plädierte für die Anmietung des Gebäudes, „denn der Zweckverband ist zur Erfüllung seiner Aufgaben da und nicht um Hausbesitzer zu sein“. Auch für ihn ließe sich jetzt nicht abschätzen, wie sich das Verbandsgebiet einmal entwickeln werde. „Eine Liegenschaft kann in zehn oder 20 Jahren ein Klotz am Bein sein.“ Mit einstimmigem Beschluss wurde die Geschäftsleitung beauftragt, von möglichen Bauträgern entsprechende Angebote einzuholen.

Als neuer Projektsteuerer im Zweckverband stellte sich Bernhard Strobl dem Gremium vor. Der 47-Jährige aus dem Landkreis Neustadt/Waldnaab war zehn Jahre Kämmerer in der Gemeinde Weiherhammer und wechselte 1973 nach Amberg in die Verwaltung der Feuerwehr. (hcr)

(Quelle: http://www.mittelbayerische.de)

 
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